Tarifvertrag ig metall airbus

“Mit der IG Metall wird es nur einen Tarifvertrag mit allen drei Komponenten geben: eine anständige Lohnerhöhung, die Wahl zur Arbeitszeitverkürzung für einen begrenzten Zeitraum und Zuschüsse, die eine Arbeitszeitverkürzung für Elternschaft, Pflege und Gesundheit für alle ermöglichen.” Das Abkommen läutet das Ende eines Jahrzehnts der Lohnzurückhaltung in Deutschland ein, vor dem Hintergrund einer starken wirtschaftlichen Erholung und der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit der deutschen Wiedervereinigung 1990. Die Arbeitgeber und die Europäische Zentralbank haben gespannt auf die Ergebnisse der Verhandlungen gewartet, die sich auf Lohnabschlüsse und Wirtschaftsprognosen auf dem gesamten Kontinent auswirken werden. Nur vier Tage nach dem Streik berichtete der Norddeutsche Rundfunk von neuen Gesprächen mit Airbus: “Sowohl Airbus als auch die IG Metall sind zuversichtlich, eine Einigung auf den seit 18 Monaten andauernden Konflikt zu erzielen”. Nach Gesprächen auf höchster Ebene zwischen Airbus-Deutschland-Chef Günter Butschek, Personalchef Joachim Sauer und dem Gesamtbetriebsratsvorsitzenden von Airbus, John Dahnken, und IG-Metall-Chefverhandler Daniel Friedrich erzielten beide Seiten dann “eine grundsätzliche Einigung in den wesentlichen Punkten”, wie IG Metall-Sprecher Heiko Messerschmidt bestätigte. Die IG Metall hatte zum Proteststreik aufgerufen, nachdem eineinhalb Jahre Verhandlungen mit dem Airbus-Management zu keinem Abschluss über einen “künftigen Tarifvertrag für 2012-2020” gekommen waren. Der aktuelle Vertrag bei Airbus läuft noch in diesem Jahr aus. Die vielen Verträge, die die IG Metall in den letzten Jahren bei verschiedenen Unternehmen unterschrieben hat, die Arbeitsplätze und Produktion sichern sollten, haben keinen einzigen Arbeitsplatz gerettet. Gleichzeitig mussten die Arbeitnehmer in den von solchen Vereinbarungen betroffenen Unternehmen Zugeständnisse bei den Löhnen machen, längere Arbeitszeiten akzeptieren und andere Opfer bringen. Die IG Metall hat ihre zentrale Forderung durchgesetzt, dass die Arbeitnehmer das Recht haben sollen, ihre Wochenarbeitszeit für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren von den üblichen 35 Auf dauereten auf 28 Stunden zu reduzieren. Es ist die erste große Gewerkschaftsvereinbarung, die Arbeitszeiten vorrang vor Löhnen priorisiert. “Die Gewerkschaft nutzt diese Streiks als [einen] Mitgliederantrieb, und das ist eine gefährliche Entwicklung. Aber wir verhandeln jetzt wieder und hoffen, eine Einigung zu finden, die allen Parteien zugute kommt.” 11.

Januar 2018Die IG Metall beginnt vor der Tarifrunde mit dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall mit Massenstreiks.