Tarifvertrag lufthansa group

Überkapazitäten des Personals können teilweise durch Kurzarbeit, Tarifverträge zur Arbeitszeitverkürzung oder andere Kostensenkungsmaßnahmen ausgeglichen werden. Die notwendigen Krisenabkommen sollen bis zum 22. Juni abgeschlossen werden. “Nach unseren aktuellen Annahmen über den Geschäftsverlauf in den nächsten drei Jahren haben wir keine Perspektive, allein bei der Lufthansa einen von sieben Piloten und einem von sechs Flugbegleitern sowie zahlreiche Bodenpersonal einzustellen. Diese Überkapazitäten könnten sogar noch zunehmen, wenn wir keinen Weg finden, die Krise mit wettbewerbsfähigen Personalkosten zu bewältigen. Deshalb wollen wir mit unseren Tarifpartnern schnell die dringend notwendigen Krisenvereinbarungen treffen. Unser Ziel bleibt unverändert: Wir wollen während der krised möglichst vielen Kollegen an Bord bleiben und Entlassungen aus betrieblichen Gründen vermeiden. Um dies zu erreichen, müssen die Verhandlungen über die Krisenvereinbarungen mit einem gemeinsamen Erfolg abgeschlossen werden”, sagte Michael Niggemann, Vorstand Personal und Recht der Deutschen Lufthansa AG. Die Lufthansa und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) haben einen neuen Tarifvertrag (CLA) zu allen bisher offenen Fragen unterzeichnet. Die unterzeichneten Verträge entsprechen der im März erzielten Vereinbarung. Der GAV bedarf der Zustimmung der Gewerkschaftsmitglieder in Form einer Abstimmung. Zu diesem Zeitpunkt waren alle Gruppen von Lufthansa-Beschäftigten entweder von der Deutschen Angestelltengewerkschaft (DAG) oder der Gewerkschaft Öffentlicher Dienste, Verkehr und Verkehr (ÖTV) am Verhandlungstisch vertreten. Obwohl VC 1969 als Vereinigung von Piloten und Flugzeugmechanikern gegründet wurde, betrachtete sie die Tarifverhandlungen lange Zeit nicht als ihre Hauptverantwortung und beauftragte daher die DAG, ihre Mitglieder am Verhandlungstisch zu vertreten.

VC konzentrierte sich stattdessen auf politische Lobbyarbeit, um die Qualität der Pilotenausbildung sowie die Flugsicherheit zu verbessern. 1999 beschloss Cockpit, seine lockere Zugehörigkeit zur DAG zu beenden und begann, selbst Tarifverträge auszuhandeln. Unterdessen fusionierten DAG und ÖTV, die beiden anderen Gewerkschaften, die Die Beschäftigten der Fluggesellschaften organisierten, im März 2001 (DE0104220F) und wurden Teil der neu gegründeten Unified Service Sector Union (Vereinte Dinestleistungsgewerkschaft, ver.di). Selbstverständlich beziehen sich diese 136.966 Mitarbeiter auf den Gesamten Konzern, d.h. auch Mitarbeiter von SWISS, Austrian Airlines und Brussels Airlines sind dabei. Einige dieser Fluggesellschaften haben separat den vorschlagigen Stellenabbau angekündigt. So geht Brussels Airlines derzeit davon aus, dass sie ihre Belegschaft um 25 % reduzieren wird. Die Vergütungserhöhung erfolgt in zwei Schritten: um drei Prozent zum 1. Februar 2018 und um weitere drei Prozent zum 1.

Mai 2019. Die zweite Erhöhung hängt von der für das Geschäftsfeld spezifischen bereinigten EBIT-Marge ab, wobei unabhängig von der erzielten Marge eine Erhöhung um mindestens 1,8 Prozent garantiert ist.